SPD, Thomas Oppermann, MdB
Thomas Oppermann, MdB
11.11.2016

St. Johanniskirche erhält 1.75 Mio Euro vom Bund

Oppermann: Umbau als Bürger- und Kulturkirche kann jetzt in Angriff genommen werden

Der Bund fördert die Sanierung des Innenraumes der Kirche in den nächsten drei Jahren mit 1.75 Mio Euro. Dies hat der Haushaltsausschuss in seiner abschließenden Beratung für den Haushalt 2017 auf Anregung des Göttinger Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann (SPD) beschlossen. Die Mittel werden im Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien bereitgestellt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 3.5 Mio Euro. Die restlichen Mittel sollen durch die Landeskirche Hannover, durch Rücklagen der Gemeinde sowie durch Spenden und Stiftungen aufgebracht werden.
 
Oppermann, der auch Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion ist, freut sich sehr über diesen Erfolg im Rahmen seines langen Einsatzes für die Markt- und Ratskirche. „Der Bundeszuschuss von 1.75 Mio Euro ist eine Initialzündung für den Kirchenumbau. Die Kirchengemeinde kann jetzt ihr ambitioniertes Konzept auf den Weg bringen.“
 
Die mit 850 Plätzen größte Innenstadtkirche Göttingens will sich konzeptionell als Veranstaltungsraum öffnen und aktiv Dialog und Austausch mit Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Weltanschauungen ermöglichen. Die technische Ausstattung soll sich dabei an Bedürfnissen eines modernen Veranstaltungs-, Konzert- und Gottesdienstraums orientieren.
 
Bereits um die Jahrtausendwende zeigte sich, dass die gotische Hallenkirche erheblichen Sanierungsbedarf hatte. Die Standsicherheit der Konstruktion war bedroht. Eine umfassende Sanierung von Mauerwerk und Türmen wurde unter anderem durch Landesmittel möglich, die der damalige Wissenschaftsminister Thomas Oppermann zur Verfügung stellte. „Mir ist es gelungen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen und eine Verständigung über die Sanierung zu erzielen. Dazu gehörten Denkmalschutz, Klosterkammer, Landeskirche oder auch die Stadt Göttingen“, verdeutlicht Oppermann sein Engagement. Damals sei sogar über den Abriss der Doppeltürme diskutiert worden, sollte es nicht gelingen, die notwendigen Mittel aufzutreiben. Oppermann: „Diese Türme sind ein Wahrzeichen unserer Stadt, mit der ehemals höchsten Studentenbude Deutschlands. Jetzt wird St. Johannis eine moderne Bürger- und Kulturkirche.“