SPD - Vertrauen in Deutschland | Thomas Oppermann, MdB

Ausstellung „Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie“

Freiheit und Demokratie aber brauchen das Vertrauen in den Staat und seine Schutzfunktion. Soziale Sicherheit und öffentliche Ordnung sind tragende Wände unserer Demokratie. Das war mein Fazit auf der Finissage der Ausstellung „Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie“ im Göttinger Kaufpark zu den Lehren, die wir aus dem Scheitern der ersten deutschen Demokratie ziehen sollten. Diese junge Demokratie stand damals von Beginn an unter starkem Beschuss: Dolchstoßlegende, Kapp-Putsch, Ruhraufstand, rechtsextreme Morde an Matthias Erzberger und Walter Rathenau. Es war nur eine kurze Phase großer Experimente in Kunst und Architektur, wie zum Beispiel Bauhaus. Mit der Weltwirtschaftskrise ging diese Zeit zu Ende. Es waren allein die 94 SPD-Abgeordnete, die im März 1933 gegen Hitlers Ermächtigungsgesetzt stimmten.

 

Die Weimarer Republik ist letztlich nicht daran gescheitert, dass zu früh zu viele Nazis, sondern, dass zu lange zu wenige Demokraten vorhanden waren.“ (Richard von Weizsäcker)

Der Verein Weimarer Republik e.V. wurde 2013 von engagierten Bürgern gegründet. Mit Projekten und Veranstaltungen soll dafür geworben werden,  dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Um diese Botschaft zu vermitteln wurde ein äußerst innovatives Ausstellungskonzept entwickelt, das bis Anfang August im Göttinger Kaufpark gezeigt wurde. Die multimediale Ausstellung tourt aber noch einige Zeit durch Deutschland und ist noch an einigen Orten zu besuchen.

Weitere Infos gibt es unter http://www.weimarer-republik.net/