(c) Deutscher Bundestag / Axel Hartmann

Der Bundestag hat heute ein Milliardenpaket zur Entlastung der Krankenhäuser beschlossen. Dies ist dringend notwendig, denn zurzeit bewegen sich viele Häuser, auch im Raum Göttingen, an der Liquiditätsgrenze. Ihnen entfallen massiv Einnahmen, da sie statt geplanter Operationen Krankenhausbetten für Corona-Patienten zur Verfügung stellen. Für jedes freie Bett, das die Krankenhäuser deshalb nicht belegen können, wird es pauschal 560 Euro pro Tag geben. Außerdem werden für jedes Intensivbett, das die Krankenhäuser zusätzlich schaffen, 50.000 Euro bereitgestellt.

Bei einem durchschnittlichen Kostensatz von 600 Euro pro Fall können die kleinen Häuser ihre Ausfälle kompensieren. Die Kostensätze für die Häuser der Maximalversorgung, zu denen auch die UMG und die MHH gehören, liegen deutlich über 600 Euro pro Fall, sodass ihnen die Regelung nur vorübergehend hilft. Leider ist es im ersten Anlauf nicht gelungen, auch die großen Kliniken abzusichern. Hier müssen Bund und Land zügig nachsteuern. Denn diese Kliniken tragen die Hauptlast in der Corona-Krise.