SPD - Vertrauen in Deutschland | Thomas Oppermann, MdB

Themen im Wahlkreis

Schwerpunkt Göttingen - Stadt, die Wissen schafft

Zu Recht nennt sich das Oberzentrum Göttingen "Stadt, die Wissen schafft." Die Universität, die Universitätsmedizin und die Fachhochschulen beschäftigen rund 13.000 Menschen. Mit den Beschäftigten in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind es 15.000 Menschen, die direkt von der Wissenschaft leben. Das sind 25 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in Göttingen. Mindestens weitere 15.000 Jobs in Handel, Handwerk, Gastronomie und freien Berufen verdanken ihre Existenz mittelbar der Wissenschaft.

Die Beschäftigungseffekte gehen weit über Göttingen hinaus und reichen bis in das Eichsfeld und das Harzvorland. Hochkarätige Wissenschaft bietet aber nicht nur Arbeitsplätze, sie kann auch entscheidend dazu beitragen, dass neue Arbeitsplätze entstehen. Als Wissenschaftsminister hat Thomas Oppermann an vielen Stellen gezeigt, wie es möglich ist, Wissen schnell in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen.

In der Ministerzeit von Thomas Oppermann sind rund 200 Mio. Euro in Neubauten für Universität und Fachhochschulen investiert worden. Der Uni-Nordbereich wird zu einem Innovationscampus umgestaltet - mit erstklassigen Arbeitsbedingungen für Wissenschaft und Studenten aus aller Welt. Auf den Zietenterrassen hat der Ausbau der Fachhochschule nicht nur städtebauliche Impulse, sondern auch ein maßgeschneidertes Angebot für die regionalen Unternehmen im Bereich Messtechnik, Optik, Mechatronik und Informatik geschaffen.

Fakultät für Physik im Nordbereich in Weende

Die Georgia Augusta wurde als erste Hochschule in Deutschland in eine Stiftungsuniversität umgewandelt. Dies war ein wichtiger Schritt, die Spitzenstellung der traditionsreichen Universität weiter auszubauen.

Endlich zeigen wir Göttingens wichtigsten Schatz. Im Forum Wissen.

In der alten Zoologie nahe dem Bahnhof entsteht das neue Schaufenster der Göttinger Wissenschaft. Dort sollen Exponate aus den wertvollen Sammlungen der Universität und ihrer Wissensgeschichte sichtbar und erlebbar gemacht werden. Dieses Forum wird das Profil Göttingens als „Stadt, die Wissen schafft“ weiter schärfen und ein Anziehungspunkt für die Region werden. Über das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ ist es mir gelungen, insgesamt 10 Mio. Euro Bundesmittel einzunehmen und damit dem Projekt zum Durchbruch zu verhelfen. Gemeinsam mit den Neubauten der Göttinger Sparkasse und des Freigeist- Hotels in unmittelbarer Nachbarschaft wird dieses Quartier eine enorme städtebauliche Aufwertung erfahren.

Auch für die Studierenden von morgen gibt es im Nordbereich der Uni die Möglichkeit, Naturwissenschaften hautnah zu erleben. Mit dem Bau des X-Labs ist ein faszinierendes Experimentallabor für Schülerinnen und Schüler entstanden. Bei den Haushaltsverhandlungen des Bundes ist es mir gelungen, dass 2 Mio. Euro für den Bau des Gästehauses zur Verfügung gestellt werden.

Mit Unterstützung der Schulleitung des Felix-Klein-Gymnasiums hat Thomas Oppermann eine internationale Schule initiiert, die es ausländischen Spitzenforschern erleichtert, mit ihren Familien nach Göttingen zu kommen. Durch seinen Einfluss hat Thomas Oppermann den Weg für die Gründung und den Bau eines neuen Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation geebnet.

Seit dieser Zeit hat er sich auch kontinuierlich dafür eingesetzt, die Räumlichkeiten der Ethnologie an der Uni Göttingen zu erweitern. Nur so können einzigartige Sammlungen wie die Cook-Sammlung angemessen präsentiert und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

1.000 zusätzliche Studierende bedeuten 14 Mio. Euro neue Kaufkraft und ca. 80 neue Arbeitsplätze.

Göttingen hat die Chance genutzt, wieder mehr Studierende zu gewinnen. Als Abgeordneter habe ich bei der Föderalismusreform erfolgreich dafür gekämpft, dass der Bund für die finanzielle Förderung von Studienplätzen zuständig bleibt. Als Fraktionsvorsitzender habe ich bei der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzen durchgesetzt, dass der Bund in Zukunft auch kommunale Bildungsinfrastruktur finanzieren darf.

Mit dem von mir in 2008 initiierten Stiftungsdinner, das bereits fünf Mal stattfand, ist inzwischen eine Spendensumme von mehreren 100.000 Euro für das Stiftungsvermögen der Universität und den wissenschaftlichen Nachwuchs zusammengekommen.

Schwerpunkt Wirtschaft und Arbeit in der Region

Südniedersachsen liegt in der Mitte Deutschlands. Die gute Verkehrsanbindung an die Autobahn 7 und den Bahnverkehr sind zusammen mit dem neuen Güterverkehrszentrum (GVZ) wichtige Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Regionen - das zeigt das wachsende Interesse von Logistikunternehmen an Südniedersachsen. Thomas Oppermann hat sich deshalb für den weiteren Ausbau der A 7 und die zügige Fertigstellung der A 38 eingesetzt. Die Ortsumfahrung Klein Lengden konnte bereits fertig gestellt werden. Die Ortsumgehungen Dransfeld, Göttingen-Holtensen, Duderstadt, Barbis, Bad Lauterberg und Waake sind wichtige Lückenschlüsse im Straßennetz und unverzichtbar für die Verkehrsberuhigung in den Ortsdurchfahrten. Er ist stolz auf die Modernisierung des Göttinger Bahnhofs, die dazu beiträgt, den ICE-Systemhalt dauerhaft zu sichern.

In der Region ist der Abgeordnete nicht nur mit Kultur und Wissenschaft vertraut. Er hält auch engen Kontakt mit den Unternehmen und unterstützt ihre Anliegen auf politischer Ebene. Häufig geht es um die Finanzierung von Investitionen. Oppermann weiß: Gerade bei mittelständischen Unternehmen ist die Eigenkapitalbasis schmal. Ebenso wichtig wie zinsgünstige Darlehen ist deshalb die Bereitstellung von Beteiligungskapital. Leider vernachlässigt die Wirtschaftspolitik der Landesregierung diesen Bedarf.

Thomas Oppermann ist überzeugt: "Göttingen hat das Potenzial für eine Wachstumsregion. Innovative Wissenschaft und technologieorientierte Unternehmen sind eine hervorragende Basis für neue Arbeitsplätze. Allerdings nur, wenn Investitionen und der Transfer von Wissen aktiv gefördert werden. Die kleinen Biotech-Start-Ups müssen eine solche Förderung zur Zeit leider vermissen, weil in Niedersachsen kein Wagniskapital zur Verfügung steht. Oppermann: "Dies muss dringend geändert werden, weil wir sonst riesige Chancen verpassen." Aber auch um traditionelle Wirtschaft, kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe und Einzelhandel kümmert sich Oppermann: "Sie sind es, die in der Region die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen."

 

mit Gerhard Steidl, Foto: Andreas Gursky

Schwerpunkt Kultur in der Region

Für die Kultur in der Region habe ich viel erreicht:

  • 4,5 Mio. Euro für das KuQua-Galeriegebäude
  • mit 3 Mio. Euro unterstützt der Bund die Sanierung des Otfried-Müller-Hauses für Junges Theater und KAZ
  • eine dauerhafte Förderung der Händelfestspiele durch den Bund
  • mit 10 Mio. Euro wird das Museum in Friedland gefördert

In der nächsten Wahlperiode will ich mich um ­herausragende Denkmale wie das Schloss Herzberg und das Rathaus in Münden ­kümmern.

 

Die Göttinger Johanniskirche

Offene Bürgerkirche – eine gute Idee!

Göttingens Innenstadt wird unter anderem geprägt durch vier Innenstadtkirchen, die man von einem einzigen Punkt aus sehen kann, dem sogenannten „Vier-Kirchen-Blick“. Von diesem einen Punkt aus erkennt man die Kirchen St. Johannis, St. Jacobi, St. Albani und St. Michael. Dieser Blick geriet im Jahr 2002 in Gefahr. Als St. Johannis, der größten Innenstadtkirche, in jenem Jahr finanziell die Luft ausging und eine Diskussion über den Abriss der sanierungsbedürftigen Kirchtürme begann, gelang es mir, die Beteiligten an einen Tisch zu bringen und ein Finanzierungskonzept zu entwickeln, dem alle zustimmten (6,1 Mio. Euro, davon 0,7 Mio. Euro vom Land). Die Abrissdiskussion war damit glücklicherweise beendet. Nach mehr als zehn Jahren später wagt die Kirchengemeinde St. Johannis einen mutigen Schritt: Im Zuge einer umfassenden Sanierung des Kirchenraumes möchte sie sich stärker als offene Bürgerkirche präsentieren. Dieses Konzept fand ich so überzeugend, dass ich dafür im Bundeshaushalt 1,75 Mio. Euro einwerben konnte. Damit steht die Zukunft der Johanniskirche auf einem guten Fundament.